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update:
24.01.2026
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| Meine momentanen "Non-Chicago" Rezessionsalben |
| Conny's Punktlegende |
2003
2. Quartal |
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FLEETWOOD MAC
Say You Will
CD
Reprise 9362-48394-2
(2003)
Länge: 76:13
Songs:
1.
What's the world coming to
2. Murrow turning over in his grave
3. Illume (9-11)
4. Thrown down
5. Miranda
6. Red rover
7. Say you will
8. Peacekeeper
9. Come
10. Smile at you
11. Running through the garden
12. Silver girl
13. Steal your heart away
14. Bleed to love her
15. Everybody finds out
16. Destiny rules
17. Say goodbye
18. Goodbye baby
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| Musik-Art:
Nicks/Buckingham-Pop-Rock |
Conny's Kritik:
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Rezension zum neuen „FM“-Album: „Say You Will“
Das neue Album von „FM“ wartet mit zahlreichen Superlativen auf: Insgesamt 18 neue Songs füllen eine beachtliche Spiellänge von über 76 Minuten. Besonders bemerkenswert ist die erneute Zusammenarbeit von Lindsey Buckingham mit der Urbesetzung der Band.
Allerdings gibt es auch einen kleinen Wehrmutstropfen: Christine McVie ist nicht mehr festes Mitglied der Gruppe. Trotzdem wird sie unter den „Additional Performers“ geführt – eine Liste, zu der auch Stevie Nicks' Freundin Sheryl Crow, Jamie Muhoberac, Dave Palmer, John Pierce und John Shnaks zählen.
Musikalische Ausrichtung
Musikalisch ist „Say You Will“ in vielerlei Hinsicht eine Fortsetzung des Albums „Tusk“. Gleichzeitig lassen sich aber auch klare Parallelen zum Pop-Debütalbum „Fleetwood Mac“ von 1975 sowie zu „Rumours“ erkennen. Sämtliche Songs stammen aus der Feder von Stevie Nicks und Lindsey Buckingham, teils mit, teils ohne Co-Autoren. Die langjährigen Mitglieder John und Mick konzentrieren sich auf eine solide und unaufgeregte Rhythmusarbeit.
Der Sound des Albums lässt sich als eine Mischung aus Pop-Gitarren-Rock, Balladen und Folk mit gelegentlichem Hardrock-Einfluss beschreiben. Besonders prägnant sind die Gitarrenarbeiten von Lindsey Buckingham, egal ob im rhythmischen oder solistischen Stil. Die Keyboards bleiben eher im Hintergrund.
Herausragende Songs
• „Murrow Turning Over In His Grave“: Ein Rocksong von Lindsey Buckingham mit einem üppigen Gitarrensolo, dessen Anfang an „World Turning“ von 1975 erinnert.
• „Illume (9.11.)“: Stevie Nicks verarbeitet hier das Trauma des 11. September in einer klagenden Folk-Rock-Ballade mit viel Akustik- und E-Gitarre.
• „Come“: Ein anspruchsvoller Hardrock-Track von Lindsey Buckingham, der sich durch einen Wechsel von leisen und lauten Passagen, markanten Schrei-Attacken und ein Gitarrensolo auszeichnet.
• „Smile At You“: Diese mysteriöse Pop-Rock-Ballade von Stevie Nicks besticht durch dichte Gitarrenschichten, treibenden Bass und fesselnden Chorgesang.
Auch die übrigen Songs können sich hören lassen, darunter die potenziellen Hits „Say You Will“ und „Steal Your Heart Away“ – solide Pop-Rock-Balladen, wie man sie von „FM“ aus früheren Tagen kennt. Ebenso erwähnenswert sind „Miranda“, ein Folk-Rock-Gitarrenfestival von Lindsey Buckingham, und „What’s The World Coming To“, der das Album als unbeschwerter Pop-Rocker eröffnet.
Fazit
„Say You Will“ ist ein solides Pop-Rock-Album von „FM“ und wirkt fast wie ein Nicks-Buckingham-Soloalbum. Es bietet viel handgemachte Musik zu einem fairen Preis und weckt Erinnerungen an vergangene Tage der Band. Allerdings fehlt für den letzten musikalischen Höhepunkt deutlich Christine McVie, deren Kompositionen, anmutige Gesänge und sanfte Keyboardbegleitungen dem Album zusätzliche Glanzpunkte hätten verleihen können.
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Bewertung:
8 Punkte (von 12)
Klang:
8 Punkte (von 12) S |
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MADONNA
American Life
CD
Maverick/WB
9362-48439-2
(2003)
Länge: 49:37
Tracks:
1. American life
2. Hollywood
3. I´m so stupid
4. Love profusion
5. Nobody knows me
6. Nothing falls
7. Intervention
8. X-static process
9. Mother and father
10. Die another day
11. Easy ride |
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| Musik-Art:
Anspruchsvoller Modern-Pop |
| Conny's Kritik: |
Madonnas Album „American Life“: Ein Soundteppich zwischen Pop, Rock und Provokation
Wie bereits auf ihrem Album „Music“ beweist Madonna auch drei Jahre später mit „American Life“ erneut ihren ausgeprägten Sinn für musikalischen Zeitgeist. Gemeinsam mit Produzent Mirwais Ahmadzai erschafft sie einen Soundteppich, der sich durch eine Mischung aus Synthesizer-Programming-Pop, Akustikgitarrenbegleitung und durchdachten Texten auszeichnet. Im Vergleich zum Vorgängeralbum wirkt die Umsetzung diesmal noch konsequenter und betont stärker den Einsatz von Gitarren.
Herausragende Songs des Albums
Zu den Höhepunkten des Albums zählt aus meiner Sicht vor allem „Nothing Fails“. Diese Pop-Gospel-Ballade entwickelt sich aus einer akustischen Gitarrenstimmung über treibende Beats, einen kraftvollen Gospelchor und melancholische Streicher zu einem anspruchsvollen musikalischen Erlebnis. Ebenso beeindruckend ist „Easy Ride“, eine melancholische Ballade, die durch Madonnas eindrucksvollen Gesang und das Zusammenspiel von Streichern, Synthesizern, Beats und Akustikgitarren besticht.
Vielfalt und Qualität der weiteren Titel
Doch auch die anderen Songs stehen den genannten in nichts nach. „American Life“ sticht als provokanter Synth-Programming-Popsong hervor, der mit kraftvollen Beats, Akustikgitarren, Samples, Voice-Effekten und sogar einer Rap-Einlage von Madonna selbst überrascht. Der Song „I’m So Stupid“ überzeugt als psychedelischer Synthiepop-Rocker mit markanten Elektrogitarren. Ebenso erwähnenswert sind „Intervention“, eine gitarrenbetonte Poprock-Ballade, „X-Static Process“, eine sanfte Folk-Ballade getragen von Akustikgitarren, sowie der bekannte James Bond-Filmtitelsong „Die Another Day“ im modernen Pop-House-Disco-Stil.
Provokation und Erfolg
Ob „American Life“ nun als provokante Abrechnung Madonnas mit dem „American Way Of Life“ zu verstehen ist oder als genialer Werbecoup – das Ergebnis bleibt beeindruckend: Mit bereits 150 Millionen verkauften Alben gehört Madonna zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Popgeschichte. Auch dieses Album katapultierte sich direkt an die Spitze der Verkaufscharts. Das liegt nicht zuletzt an Madonnas außergewöhnlicher Fähigkeit, aktuelle musikalische Trends und Elemente gekonnt in ihr eigenes musikalisches Konzept zu integrieren. Ihr Gespür für den Zeitgeist und eine Plattenfirma, die ihr nahezu alle Freiheiten gewährt, sind dabei ihre größten Stärken.
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Bewertung:
8-9 Punkte (von 12)
Klang:
9 Punkte (von 12) |
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WOLFSHEIM
Casting Shadows
CD + CD-ROM
Strange
Ways Records/Indigo 2270-2
(2003)
Länge: 46:53
Tracks:
1.
Everyone Who Casts a Shadow
2. Care For You
3. I Won't Believe
4. Kein Zurück
5. And I...
6. Underneath the Veil
7. Find You're Gone
8. This is for Love
9. Wundervoll
10. Approaching Lightspeed
11. In Time
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| Musik-Art:
Synthie-Pop |
| Conny's Kritik: |
Wolfsheim – Rückkehr zum Synthie-Pop der 80er
Musikalischer Stil und Bandbesetzung
Mit Wolfsheim taucht man erneut in die Synthie-Pop-Welle der 80er Jahre ein, die sich durch den charakteristischen New-Romantic-Sound auszeichnet. Bemerkenswert ist, dass kaum auffällt, dass es sich bei Wolfsheim um eine deutsche Band handelt. Das Duo besteht aus dem Instrumentalisten Markus Reinhardt und dem Sänger Peter Heppner. Gemeinsam erschaffen sie auf ihrem Album „Casting Shadows“ eine Atmosphäre, die durch melancholische und dramatische Texte geprägt ist. Diese Texte werden auf eine coole und statische Weise vorgetragen, was den speziellen Charme der Musik noch unterstreicht.
Musikalische Umsetzung und Songauswahl
Die Musik von Wolfsheim verbindet klassisches Synthie-Pop-Programming mit dunklen Stimmungen, treibenden Dance-Passagen und wenigen, gezielt eingesetzten real-akustischen Effekten. Die Mehrzahl der Songs ist in englischer Sprache gehalten, lediglich zwei Titel sind auf Deutsch verfasst. Besonders hervorzuheben ist dabei der Hit und die Singleauskopplung „Kein zurück“, der als Glanzstück des Albums gilt. Ebenfalls überzeugend sind die Titel „Care For You“ und „And I…“, wobei letzterer als mystische Synth-Pop-Ballade mit warmen Besendrums besticht.
Kreativität und Bonusmaterial
Ab dem sechsten Song „Underneath The Veil“ lässt der Einfallsreichtum der Stücke etwas nach. Ergänzend zum Hauptalbum erhält man als zweite CD eine CD-ROM mit dem „Magix Music Maker“ – einer Software, mit der eigene Songs am PC erstellt werden können.
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Bewertung:
6-9 Punkte (von 12)
Klang:
8 Punkte (von 12) |
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LAMYA
Learning From Falling
CD
J-Records
74321-95316-2
(2002)
Länge: 58:28
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Songs:
1. Empires
2. East of anywhere
3. Black Mona Lisa
4. Never enough
5. Judas kiss
6. Full frontal fridays
7. I get cravings
8. Splitting atoms
9. Never's such a long time
10. The woman who
11. Perfect girl
12. Pink moon
13. Black Mona Lisa (single mix)
14. Bed I never made (extra track) |
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| Musik-Art:
Soul-Ethno-World-Pop |
Conny's Kurz-Kritik:
Die 28-jährige kenianische Schönheit Lamya präsentiert
hier mit “Learning From Falling” einen durchweg gut gelungenen
Soloeinstieg, denn ihre Synthese aus Soul, Pop, Ethno und World wirkt
nie angestrengt oder langweilig und ihre schokoladenbraune Stimme mit
ihrem kindlichen Charme triebt nicht nur ungemein an, sie wirkt auch
des öfteren
animierend erotisch.
Aber im Gegensatz zu Sally
Nyolo besteht Lamya's Ethno-World-Einfluss
nicht aus Afro-Folk, sondern sie setzt Musikelemente aus der arabischen
und
indischen Kulturregion ein.
Bester Song: „I Get Gravings“, ein Ethno-World-Mystery-Pop-Rocker
mit arabischen Gesängen, indischen Sitarklängen und modernen
Beats. |
Bewertung:
9 Punkte (von 12)
Klang:
8 Punkte (von 12) |
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ANNE-SOPHIE MUTTER
Tango Song and Dance
ANDRÉ PREVIN
LAMBERT ORKIS
CD
Deutsche
Grammophon 471 500-2
(2003)
Länge: 76:13
Tracks:
Previn:Tango Song and Dance
+Brahms:Ungarische Tänze Nr.1, 6, 7
+Gershwin:4 Songs aus "Porgy and Bess"
+Kreisler:Schön Rosmarin;Caprice viennoise;
Liebesleid
+Faure:Violinsonate Nr.1 op.13
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| Musik-Art:
Violin-Klassik mit Piano |
Conny's Kritik:
Ein rhythmisches Album, ein unkonventionelles Werk mit gleichzeitig klassisch
altbekanntem: Das neue Album von Anne Sophie Mutter überrascht schon
einigermaßen, denn das Titelstück „Tango Song and Dance“ ist
eine moderne klassische Komposition ihres Ehemannes Andre Previn, der
sie hier auch am sehr virtuos spielenden Piano begeleitet. Das Stück
ist wie der Name schon sagt in 3 Sätze aufgeteilt: „Tango“ ist
eine modern wirkende Musik, sehr virtuos von Anne Sophie an der Violine
gespielt, mit Tango-Rhythmus-Abschnitten.
„
Song“ ist eine langsame, traurige Ballade aber aus „Dance“ wird
ein vertracktes, rhythmisches Stück mit Ragtime-Elementen, unheimlich
versiertes Stradivari-Spiel.
Andre Previn überrascht in allen 3
Sätzen mit animierendem Pianospiel.
Das zweite
Stück stammt von Johannes Brahms, „3 Ungarische
Tänze“.
Hier begleitet Lambert Orkis Anne Sophie souverän am Piano, die
Stradivari verzaubert die verträumten Tänze mit wechselhaften
Stimmungen.
Als nächster Komponist kündigt sich George Gershwin an, „Porgy & Bess“ wird
hier wieder mal von Andre Previn am Piano begeleitet. Das dieses Werk
mit Swing und Jazz behaftet ist, kann man sehr wohl aus der exzellenten
Darbietung von Anne Sophie und Andre Previn heraushören, eine
nie peinlich wirkende Klassik-Swing-Verschmelzung.
Von Fritz
Kreisler hören wir jetzt 3 Stücke, „Schön
Rosmarin“, „Caprice Viennois Op. 2“ und „Liebesleid“.
Handwerklich gut aber leider etwas blutarm von Lambert Orkis am Piano
begeleitet, kann Anne Sophie dennoch einige traumhafte Stimmungen aus
diesen Stücken aus ihrer Violine herausholen.
Der letzte
Komponist ist Gabriel Faure, seine „Sonata for Violin
and Piano No. 1“ steht hier zur Debatte. Diese tragischen, lebhaften,
lustigen und temperamentvollen Musikstimmungen werden solide von Anne
Sophie gemeistert, und Lambert Orkis versucht mitzuhalten.
Eine schon
ganz interessante Klassik- CD (Digipack mit 32-seitigen Booklet),
zumal mit „Tango Song and Dance“ ein modernes,
wenn auch nur kurzes Klassikwerk hier vorgestellt wird. Anne Sophie
Mutter zu kritisieren, wäre hier schon Blasphemie. Sie spielt
hier mit ihrer Stradivari „Lord DunRaven“ wie immer souverän
und hat jede Schwierigkeit im Griff. Aber die Kombination Mutter – Previn
klingt hier besser, frischer und experimentierfreudiger als die Kombination
Mutter –
Orkis, was hier aber nur dem (wirklich technisch sehr
guten, aber besonders bei „Kreisler“ etwas blassen) Pianisten
anzukreiden ist.
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Bewertung:
8-10 Punkte (von 12)
Klang:
10 Punkte (von 12) |
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AALIYAH
I Care 4 U - Greatest Hits Collection
(Limited Edition)
CD + DVD
Edel Records/Blackground
Records 0146362ERE
(2003)
Länge: 67:58 + DVD
Songs:
1. Back and forth
2. Are you that somebody
3. One in a million
4. I care 4 u
5. More than a woman
6. Don't know what to tell ya
7. Try again
8. All I need
9. Miss you
10. Don't worry
11. Come over
12. Erica Kane
13. At your best
14. Got to give it up
15. We need a resolution
16. Rock the boat
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| Musik-Art:
R&B-Soul-Pop |
Conny's Kurz-Kritik:
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Aaliyah galt
als eine der größten (und schönsten) Sängerinnen
des R&B-Genres und wäre im Januar 2003 23 Jahre alt geworden:
Sie kam im August 2001 bei einem tragischen Flugzeugabsturz leider ums
Leben.
Diese Greatest-Hits-Ausgabe bietet auf der 1. CD 16 Hits und zusätzlich
ein Video an, als 2. Scheibe erhält man eine DVD mit 12 Videos.
Die Songs kann man ins R&B-Soul-Pop- Lager einordnen, die meisten
sehr Dance-tranceartig und Musik für die untere Körperabteilung.
Es verzaubert Aaliyah’s warme, soulige Stimme (und in der Phantasie
des Zuhörers: Aaliyah’s Aussehen) und verzeiht manche kompositions-
und instrumentaltechnische Schwäche.
Bewertung:
6-9 Punkte (von 12)
Klang:
8 Punkte (von 12) |
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ANNE SOFIE VON OTTER
Anne Sofie Von Otter sings Offenbach
LES MUSICIENS DU LOUVRE
MARC MINKOWSKI
CD
Deutsche
Grammophon 471 501-2
(2002)
Länge: 70:02
Tracks:
Arien & Szenen
aus La Grande-Duchesse de Gerolstein;
Fantasio;Le Carnaval des Revues;
Madame L'Archiduc;
Les Contes D'Hoffmann;
La Belle Helene;
Barbe-Bleue;Lischen et Fritzchen;
La Vie Parisienne;
La Fille du Tambour-Major;
La Perichole
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| Musik-Art:
Vokalrecitals / Operette |
Conny's Kritik:
Wenn man mich auch nicht direkt als großen Opern- oder Operettenfan
bezeichnen kann, so bin ich doch ein Freund des französischen Operettengesangs,
ich liebe die französische Sprache. So spitzte ich auch bei dieser
großzügig ausgestatteten CD die Ohren, die verschiedene Operetten,
Arien & Szenen des Komponisten Jacques Offenbach enthält, vorzüglich
gesungen von der Sopranstimme von Anne Sofie von Otter. Begleitet wird
sie dabei von dem Orchester Les Musiciens du Louvre mit Chor unter der
Leitung von Marc Minkowski. Des weiteren singen Magali Leger, Stephanie
D’Oustrac, Giles Ragon, Jean Christophe Keck, Jean Christophe Henry,
Christophe Grapperon und Laurent Naouri.
Die CD beginnt mit „La Grande Duchesse De Gerolstein“ („Die
Großherzogin von Gerolstein“), lustig, luftig und unkonventionell
vorgetragen und großartig gesungen von Anne Sofie, im zweitem Satz
im Duo mit Gilles Ragon.
„
Fantasio“ beginnt mit betörendem Liebesgesang von Anne Sofie
und sanftem Orchester, zum Schluss im Duo mit Magali Leger.
„
Le Carnaval Des Revues“ („Der Karneval der Revuen“)
ist ein kurzer Abschnitt mit lebhaftem Orchester und Sprechgesang vom „Zukunftsmusiker“ Laurent
Naouri.
„
Madame L’Archiduc“ ist ein lustiges Operetten-Vokalspektakel,
Anne Sofie im Duo mit Gilles Ragon sowie Jean Christophe Keck, Jean Christophe
Henry, Christophe Grapperon und Laurent Naouri.
Vom bekanntesten Stück, „Les Contes D’Hoffmann“ („Hoffmanns
Erzählungen“) wird hier der populäre 3. Akt vorgetragen,
eine liebliche Ballade, Anne Sofie im Duo mit Stephanie D’Oustrac,
einfach traumhaft!
„
La Belle Helene“ („Die schöne Helena“) ist eine
etwas schwermütige Liebesballade mit Annes Sofie und Chor.
„
Barbe-Bleue“ („Ritter Blaubart“) wird hier als lustige,
luftige Ballade von Anne Sofie präsentiert, erstklassige Orchesterleistung.
„
Lischen Et Fritzchen“ („Lieschen und Fritzchen“) ist
ein lustiges Duo, Anne Sofie mit Laurent Naouri, einige deutsche Sätze
sind enthalten.
In „La Vie Parisienne“ („Pariser Leben“) erlebt
man lebhafte und ruhige Stimmungen, zauberhafter Operettengesang von
Anne Sofie, Giles Ragon, Jean Christophe Henry und Laurent Naouri.
„
La File Du Tambour-Major“ („Die Tochter des Tambourmajors“)
ist eine endrucksvolle, lustige und locker gesungene Operette von Anne
Sofie mit Chor.
Zum Schluss „La Perichole“, in dieser „Schwips-Ariette“ erleben
sie eine großartige, „beschwipste“ Anne Sofie, eine
schmunzelnde, leise Ballade.
Diese
wirklich großzügig ausgestattete CD (Digipack mit
90-seitigen Booklet, sämtliche Texte dieser Operetten, tolle Illustrationen
von Auguste Renoir, persönliche Signatur von Anne Sofie von Otter
auf dem Booklet) ist nicht nur jedem Jacques Offenbach oder Anne Sofie
von Otter- Fan zu empfehlen, nein, jeder, der auch frivole
Stimmungen und lockere Vokalparts mit ausgezeichneten Sängern
in Begleitung eines perfekten Orchesters mit nicht „zu bierernst“ wirkenden
Operettenstimmungen mag, wird mit diesem Werk seine wahre Freude haben.
Die ganze CD wurde Live im Theatre du Chatelet in Paris aufgenommen.
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Bewertung:
9-10 Punkte (von 12)
Klang:
10 Punkte (von 12) |
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FRIEDRICH GULDA
The Complete Musician
CD
Amadeo
472 832-2 (3 CD)
(2003)
Länge: 223:11 (3 CD's)
Tracks:
Ravel:Gaspard de la nuit
+Debussy:Reflets dans l'eau;La fille aux cheveux de lin
+Schumann/Gulda:Mondnacht
+Schubert/Gulda:Der Wanderer
+Schubert:Klaviersonate D.845
+J.Strauss II/Gulda:G'schichten aus dem Golowinerwald
+Bach:4 Präludien & Fugen aus "Das Wohltemperierte Klavier
1 & 2";
Sonate für Blockflöte & Bc in F;Sarabande in g;
Chromatische Fantasie & Fuge BWV 903
+Beethoven:Klaviersonate Nr.31;2 Bagatellen
+Gulda:Für Rico;Arabisch-zigeunerische Fantasie;
Bassflute Blues;
The Air from other Planets;
Übungsstücke 1 & 9;
Prelude &
Fugue;
Für Paul + Gillespie/Paparelli: Night in Tunisia
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| Musik-Art:
Piano-Klassik im Grenzbereich mit Jazz und Ethno |
Conny's Kritik:
Friedrich Gulda wurde am 16.5.1930 in Wien geboren und starb am 27.1.2000
in Attersee/Österreich. Er war einer der ganz Großen unter
den Pianisten des Jahrhunderts, ein genialer Bach- Beethoven und Mozart-
Interpret und, seitdem er sich ab den 60ern Jahren damit beschäftigte,
ein formidabler Jazz-Musiker und Komponist
Die vorliegende
3er- CD Box Neuauflage erschien schon 1978 als 5er- LP- Ausgabe und
dokumentiert die enorme Bandbreite
seiner Musikalität
und Virtuosität auf Piano, Cembalo und sogar Blockflöte.
Auf CD
1 verzaubert Gulda Maurice Ravel’s „Gaspard De
La Nuit“ in 3 Sätzen als quirliges, lebendiges und zugleich
ruhiges und wundersames Pianospektakel,
Claude Debussy’s „Reflets Dans L’eau“ und „La
Fille Aux Cheveux“ hört man unnachahmliches virtuoses und
zugleich einfühlsam sanftes Pianospiel heraus.
Eine Robert Schumann Co-Operation mit dem Titel „Mondnacht“ als
langsame, träumende, meditierende und sanft pastoral gestimmte
Pianoballade
Die eigentlichen „Highlights“ dieser 1.CD sind aber Gulda’s
Schubert-Interpretationen, einzigartig dramatisch und melancholisch
in „Der Wanderer“, einmalig gekonnt und lieblich in den
vier Sätzen der „Sonate für Klavier a-moll“.
CD 2 beginnt
mit einer Johann Strauss/Friedrich Gulda Komposition, „G’ schichten
aus dem Golowinerwald“, eine tolle Walzer-Groteske mit Jazzelementen,
etwas Gesang (Albert Golowin) und Beethovenschnipsel.
Danach ertönt Johann Sebastian Bach’s „Präludium
und Fuge“ in 3 Teilen, in „Nr. 20“ und dem bekannten
Nr. 1 in C-Dur“ spielt Gulda am Cembalo.
Eine Eigenkomposition folgt, „Für Rico“, eine mit
Klassik-Barock-Folklore und Jazzelementen verzierte Ballade, vorzüglich
am Cembalo gespielt.
In Johann Sebastian Bach’s „Sonate in F-Dur für Altblockflöte
und Basso“ erlebt man Gulda hier erstmals an der Altblockflöte,
sehr virtuos gespielt, Ernst Knave begleitet hier am Cello.
Danach folgt Bach’s „Sarabande in g-moll“ am Cembalo,
eine tragische, melancholische Ballade.
Zum Schluss dieser 2. CD erlebt man Gulda’s Interpretation von
Bach’s Chromatische Fantasie und Fuge“, atemberaubend rasant
in der 1. Hälfte am Cembalo gespielt, danach etwas ruhiger und
geordneter.
CD Nr.
3 ist die ungewöhnlichste, hier erlebt
am Friedrich Gulda auch als reinrassigen Jazzer.
Seine Eigenkomposition, die „Arabisch-zigeunerische Fantasie“,
ist eine mit arabisch/indischen und Ethno-Musikelementen verzaubertes
Instrumentalnovum, hier kitzelt Gulda aus dem Cembalo wirklich den
letzten Ton heraus.
In Dizzy Gillespie’s „Night In Tunesia“ erlebt man
Gulda als routinierten Jazzer an Blockflöte und Cembalo, begleitet
(wie bei den nächsten 3 Jazztiteln) von Wayne Darlings am Bass
und Erich Bachträgl am Schlagzeug.
Da wären Friedrich Gulda’s „Bassflute Blues“,
ein Boogie-Woogie-Blues-Exotiker, wo Gulda an Blockflöte und Piano
gleichermaßen überzeugt.
Auch seine Komposition „The Air From Other Planets“, in
der er mehrere Blockflöten und Piano spielt, besteht ohne Probleme
den Jazz-Test als sanfte und schwebende Jazzballade.
Cole Porter’s „What Is This Thing Called Love“ swingt
flott im Blockflöten und Pianosound, und man fragt sich wirklich,
ob Friedrich Gulda sein ganzes Leben nicht anderes als Jazz gespielt
hat.
Danach folgen 4 Gulda- Piano-Kompositionen:
In „Übungsstück 1“ erinnert viel an Bach’s „Präludium
und Fuge“, es ist hier ein verjazztes Klassikstück in Bach-Manier. „Übungsstück
2“ ist ein schnelles Klassik-Folklore-Jazz-Instrumental, wogegen
das folgende „Prelude and Fugue“ als vertracktes Klassikstück
mit „schiefen“ Tonabfolgen und Jazzabschnitten den Zuhörer
überrascht.
„
Für
Paul“ bearbeitet ein romantisches Thema
als leise, melancholische Ballade mit etwas Pop-Jazz-Einfluss.
Ludwig Van Beethoven folgt mit „Bagatelle op. 126 Nr. 1 + Nr.
3“ als herzergreifende und verträumte Piano-Klassikballade,
auch seine „Sonate für Klavier Nr. 31“ verzaubert
Gulda mit seiner ungemeinen Gabe, nicht nur technisch perfekt zu spielen,
sondern auch seine Seele in die Interpretation zu integrieren.
Johann Sebastian’s „Präludium und Fuge Nr. 17“ beendet
sanft und auf Wolken schwebend diese wirklich einmalige CD-Ausgabe,
die nicht nur Klassikfreunde, sondern auch Jazzfans gleichermaßen
begeistert. |
Bewertung:
10-12 Punkte (von 12)
Klang:
9-10 Punkte (von 12) |
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