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Last update: 04.04.2026
 
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Punktlegende
 
2026
1. Quartal
 
 
 
 

PAT METHENY
Side-Eye III+
Vinyl, CD, Digital
Vinyl: 2 x LP Uniquity Music GHD6628, CD: Uniquity Music GHD6626
(2026)
Länge: 64:40

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Tracks:
1. In On It
2. Don't Look Down
3. Make A New World
4. Urban And Western
5. Se-O
6. Our Old Street
7. Risk And Reward
8. So Far So Good

 
Musik-Art: Jazz/Fusion
 
Conny's Kritik:

Pat Metheny und das „Side-Eye III+“-Projekt: Ein neues Kapitel im Jazz
Pat Metheny hat sich längst nicht nur als herausragender Gitarrist, sondern auch als engagierter Förderer junger Talente einen Namen gemacht. Bereits im Jahr 2021 startete er sein innovatives „Side Eye“-Projekt, bei dem er gezielt mit vielversprechenden Nachwuchsmusikerinnen und -musikern zusammenarbeitete und diese in einem live eingespielten Album präsentierte. Nun setzt Metheny mit „Side-Eye III+“ dieses Erfolgsrezept fort und legt erstmals ein Studioalbum auf seinem neuen Label „Uniquity Music“ vor.
Im Zentrum dieses Albums stehen vor allem Joe Dyson am Schlagzeug und Chris Fishman an den Tasteninstrumenten. Ergänzt wird die Besetzung durch Daryl Johns am Akustik- und E-Bass sowie Luis Conte an den Perkussionsinstrumenten. Darüber hinaus bereichern Brandee Younger an der Harfe, Vincent Peirani am Akkordeon, James Francies an der Orgel, Leonard Patton als Sänger sowie ein neunköpfiger Chor das musikalische Spektrum des Albums. Diese vielseitige Besetzung sorgt für eine beeindruckende Klangvielfalt und unterstreicht Methenys Anspruch, frische Impulse und kreative Stimmen im Jazz zu fördern.

Stilistische Anklänge und musikalische Referenzen
Charakteristisch für das neue Album ist vor allem der vielseitige Einsatz der Synclavier-Gitarre, der Erinnerungen an Methenys legendäres 1982er Werk „Offramp“ mit der Pat Metheny Group weckt. Die präsente Choruntermalung wiederum lässt Parallelen zu Bob James’ Album „Sign Of The Times“ aus dem Jahr 1981 erkennen, auf dem ebenfalls ein neunköpfiger Chor für eine gepflegte, atmosphärische Hintergrundgestaltung sorgte.

Vielfalt der Kompositionen und musikalische Höhepunkte
Statt jeden der acht Titel im Detail zu beschreiben, lässt sich festhalten, dass das Album vorwiegend im Bereich des gepflegten Fusion-Jazz angesiedelt ist. Die Stücke variieren im Tempo – von Midtempo über langsam bis hin zu schnell gespielten Passagen – und zeigen die stilistische Bandbreite der Musiker. Dennoch gibt es einige besondere Ausnahmen: Der Titel „Urban And Western“ besticht als langsamer Blues-Soul-Jazztitel, in dem James Francies mit einem ausdrucksstarken, souligen Orgelsolo glänzt. Bei „Se-O“, einem Latino-Bossa-Jazzstück, hält sich Pat Metheny bewusst im Hintergrund und gibt Chris Fishman an der Orgel Raum, um mit seinem Spiel zu überzeugen.

Pat Methenys Signature-Sound und das harmonische Zusammenspiel
Pat Metheny versteht es wie kaum ein anderer, mit elektrischer, akustischer und Synclavier-Gitarre einen sphärischen, harmonischen und magischen Klangteppich zu weben – ein Markenzeichen, das auch auf „Side-Eye III+“ deutlich hervortritt. Unterstützt wird er dabei von einer perfekt eingespielten Band, in der Joe Dyson, Chris Fishman und Daryl Johns als Rhythmusgruppe hervorragend harmonieren. Die warme Choruntermalung rundet das professionelle, dennoch spielerisch-leichte Klangbild ab und verleiht dem Album eine besondere, fast augenzwinkernde Atmosphäre.


Bewertung:
10 Punkte (von 12)

Klang:
10 Punkte (von 12)

 
 
 

DOMINIQUE FILS-AIMÉ
My World Is The Sun
Vinyl, Digital
Vinyl: 2 x LP Ensoul Records ESR-LP-10
(2026)
Länge: 53:07

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Tracks:
1. Ma Mélodie (Intro)
2. Sea Of Clouds
3. Sun Skin
4. Echappée Belle
5. Phoenix Rising
6. The River
7. The Waves
8. Freedom Become
9. Life Remains
10. Catch Release
11. Going Home
12. Moon Child
13. Rhythm Of Nature
14. Ma Mélodie (Outro)
15. Je t'aimais, je t'aime, je t'aimerai (Bonus Track)

 
Musik-Art: Soul/Jazz/Pop
 
Conny's Kritik:

Dominique Fils-Aimé ist eine kanadische Sängerin und Songwriterin, geboren 1984 in Montreal als Tochter haitianischer Einwanderer. Sie wird von verschiedenen Hifi-Institutionen sehr geschätzt und wurde zur Botschafterin der kommenden High End-Messe in Wien (2026) ernannt. Mit „My World Is The Sun“ stellt sie ihr fünftes Studioalbum vor, das 15 Songs umfasst und ihre stilistische Vielfalt zeigt.

Ihre warme Altostimme verleiht jedem Titel einen besonderen Zauber und kann auch überlange Songs wie das neuneinhalbminütige „Rhythm Of Nature“ mit sphärischem, meditativen Jazz-Vokal-Drama tragen. Immer wieder sind jazzige Elemente zu hören, kombiniert mit Ethno, Pop, Soul und Latino-Klängen. In „Ma Mélodie“ und „Je t’aimais, je t’aime, je t’aimerai“ präsentiert sie französisches Chanson, während in „Freedom Became“ lebendige Piano- und Trompetensoli den flotten Jazz-Pop-Latin-Song bereichern. Sinnlich-meditative Töne prägen alle Tracks, wobei ihr Gesang im Mittelpunkt steht – besonders eindrucksvoll bei der A-Capella-Ethno-World-Performance „Catch Release“.

Jacques G. Ray begleitet sie als Produzent und Multiinstrumentalist, zusätzlich wirken Musiker wie Harvey Bien-Aimée (Schlagzeug), Etienne Miousse (Gitarre), David Osei Afrifa (Keyboards/Synthesizer/Piano), Camille Gélinas (Piano), Hitchem Khalfa (Trompete) und weitere mit. Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit Jacques G. Ray, dessen Vielseitigkeit und musikalisches Know-How maßgeblich zum Sound des Albums beitragen und die verschiedenen Stile harmonisch verbinden. Durch diese Partnerschaft erhält jeder Song eine individuelle Note und das Album insgesamt eine warme und charakteristische Klangfarbe.

Das Album strahlt eine angenehme Atmosphäre aus, wirkt nie überproduziert und ist hervorragend aufgenommen – ideal für ruhige Stunden. Es macht neugierig auf mehr Musik von Dominique Fils-Aimé.



Bewertung:
8-10 Punkte (von 12)

Klang:
10 Punkte (von 12)

 
 
 

HARRY STYLES
Kiss All The Time. Disco, Occasionally
Vinyl, CD, Digital
Vinyl: Columbia 19958417711, CD: Columbia 19958417732
(2026)
Länge: 42:33

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Tracks:
1. Aperture
2. American Girls
3. Ready, Steady, Go!
4. Are You Listening Yet?
5. Taste Back
6. The Waiting Game
7. Season 2 Weight Loss
8. Coming Up Roses
9. Pop
10. Dance No More
11. Paint By Numbers
12. Carla's Song

 
Musik-Art: Synth-Pop, House, Techno
 
Conny's Kritik:

Harry Styles’ viertes Studioalbum entstand in enger Zusammenarbeit mit Kid Harpoon, einem renommierten Songwriter und Grammy-Gewinner. Das Ergebnis dieses kreativen Prozesses wirkt für mich etwas unausgegoren. Wer einen ausgeprägten Synth-Bass schätzt, dürfte mit dem Album durchaus zufrieden sein. Dennoch gibt es einige Ausnahmen, die das Gesamtbild auflockern: Insbesondere dann, wenn der 32-jährige ehemalige „One Direction“-Boygroup-Star sanftere Töne anschlägt, entsteht eine harmonischere Atmosphäre.

Zu den Highlights zählen „Coming Up Roses“, eine gefühlvolle Streicher-Ballade, sowie „The Waiting Game“, eine Midtempo-Pop-Ballade mit House-Rhythmus. Auch Songs wie der Pop-Disco-Track „American Girls“, das funkige „Dance No More“ und der Balladen-Pop von „Paint By Numbers“ fügen sich in dieses Schema ein. In diesen Liedern kommt Harry Styles’ Bariton- und Tenorstimme besonders einfühlsam und harmonisch zur Geltung. Das abschließende „Carla’s Song“ hätte das Potenzial zur Ballade gehabt, wenn es nicht in einem schnellen Synth-Takt inszeniert worden wäre.

Abgesehen davon dominiert Synth-Pop, der sich mit Elementen aus House, Techno, Disco und Pop sowie Drum-’n’-Bass-Sounds vermischt. Die Anklänge an die House-Techno-Clubszene seines Zweitwohnsitzes Berlin sind deutlich herauszuhören und verleihen dem Album eine besondere Note.


6-8 Punkte (von 12)

Klang:
7 Punkte (von 12)

 
 
 

KATHERINE PRIDDY
These Frightening Machines
Vinyl, CD, Digital
Vinyl: Cooking Vinyl COOKLP954, CD: Cooking Vinyl COOKCD954
(2026)
Länge: 42:02

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Tracks:
1. Matches
2. Frightening Machines
3. Sirius
4. Hurricane
5. Madeleine
6. Atlas
7. A Matter Of Time
8. Table Four
9. I'm Always Willing
10. Could This Be Enough?

 
Musik-Art: Pop-Folk
 
Conny's Kritik:

Katherine Priddys drittes Album: Vielseitiger Pop-Folk mit Gefühl
Katherine Priddy, die 30-jährige britische Singer-Songwriterin, begeistert auf ihrem dritten Longplayer mit einer beeindruckenden Vielfalt und Tiefe. Ihr charakteristischer, sanfter und wohltuender Alt-Sopran verleiht jedem Song eine besondere Note und sorgt für einen unverwechselbaren Klang. Bemerkenswert ist, dass sämtliche Titel auf dem Album aus ihrer eigenen Feder stammen.

Stilistisch bewegt sich Priddy auf dem Terrain des poppigen Folk, wobei sie sich nicht scheut, gelegentlich rockige oder ethnisch geprägte Sounds einzubinden. Besonders bei „Sirius“ sind deutliche Ethno-World-Einflüsse zu hören, während „Hurricane“ sogar mit lateinamerikanischen Rhythmen überrascht und zum Mitschwingen einlädt.

Den Kern des Albums bilden jedoch liebliche, ruhige und melodische Balladen, die sich durch ihre Ohrenschmeichelei auszeichnen. Titel wie „Frightening Machines“, „Madeleine“, „A Matter Of Time“, „Table Four“, „I’m Always Willing“ und „Could This Be Enough?“ setzen hier den Ton und laden zum Träumen und Nachdenken ein. Für die nötige Abwechslung sorgen schnellere Stücke wie „Matches“, „Sirius“ und „Atlas“, die das Album dynamisch und vielseitig machen.

Unterstützt wird Katherine Priddy von einer herausragenden Band, die mit Könnern wie Ben Christophers, Patrick J. Pearson und dem Produzenten Rob Ellis sowie weiteren Gastmusikern hochkarätig besetzt ist. Das Zusammenspiel dieser Musiker schafft eine dichte, atmosphärische Begleitung, die Priddys Songs auf ein neues Niveau hebt.

Insgesamt präsentiert sich das Album als eine musikalische Reise voller Emotionen und Abwechslung, die zum Träumen einlädt und die Vielseitigkeit einer sehr interessanten britischen Künstlerin unterstreicht.


8-9 Punkte (von 12)

Klang:
9 Punkte (von 12)

 
 
 

THE BLACK CROWES
A Pound Of Feathers
Vinyl, CD, Digital
Vinyl: Silver Arrow SAR67LP, CD: Silver Arrow SAR67CD
(2026)
Länge: 41:59

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Tracks:
1. Profane Prophecy
2. Cruel Streak
3. Pharmacy Chronicles
4. Do The Parasite!
5. High & Lonesome
6. Queen Of The B-Sides
7. It's Like That
8. Blood Red Regrets
9. You Call This A Good Time?
10. Eros Blues
11. Doomsday Droggerel

 
Musik-Art: Rock
 
Conny's Kritik:

Dieses Album bietet kompromisslosen, rauen Rock: Kraftvolle Gitarrenriffs dominieren den Sound und bringen eine rohe Energie, die Fans direkt an Led Zeppelin und die Rolling Stones denken lässt. Die Band aus Atlanta, gegründet 1985 und 2019 wieder vereint, nahm das Album in nur zehn Tagen auf – und das hört man. Chris Robinsons Gesang im markanten Bariton passt perfekt zum direkten Sound, auch wenn er nicht immer harmonisch oder technisch brillant ist. Sein Bruder Rich übernimmt sämtliche Gitarrenparts und den Bass, während Cully Symington am Schlagzeug, Erik Deutsch am Keyboard sowie Leslie Grant und Mac Kenzie bei den Vocals unterstützen. Die Songs stammen von Chris und Rich Robinson, produziert wurde das Ganze von Jay Royce.

Unter den schnellen Stücken stechen besonders das mystische Midtempo-Rockstück „Doomsday Droggerel“ mit seinem dämonischen Gesang und die flotten Rocktracks „Profane Prophecy“ und „Cruel Streak“ hervor. Für ruhigere Momente sorgen die balladenhaften Songs „Pharmacy Chronicles“, „High & Lonesome“ und die Folk-Rock-Ballade „Queen Of The B-Sides“.

Dieses Rockalbum richtet sich ganz klar an Liebhaber lauter und ungeschliffener Musik – denn genau dafür steht ehrliche Rockmusik.

8-9 Punkte (von 12)

Klang:
7 Punkte (von 12)

 
 
 

ARLO PARKS
Ambiguous Desire
Vinyl, CD, Digital
Vinyl: Transgressive Records TRANS930XX, CD: Transgressive Records
(2026)
Länge: 39:52

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Digital bei "shoparloparksofficial.com" kaufen!
Digital bei "qobuz" kaufen!

Tracks:
1. Blue Disco
2. Jetta
3. Get Go
4. Sense Ft. Sampha
5. Heaven
6. Beams
7. South Seconds
8. Nightswimming
9. 2Sided
10. Look Of Life
11. What If I Say It?
12. Floette

 
Musik-Art: Neo-Soul, House, Synth-Pop
 
Conny's Kritik:

Arlo Parks: Eine vielversprechende Stimme im Indie-Soul
Karrierebeginn und Erfolge
Die 25-jährige britische Musikerin Arlo Parks wurde von Harry Styles entdeckt und startete 2020 ihre Karriere mit dem viralen Hit „Hurt“. Bereits im folgenden Jahr konnte sie große Erfolge feiern: Ihr Debütalbum „Collapsed In Sunbeams“ wurde mit dem renommierten „Mercury Prize“ ausgezeichnet. Kritiker zogen Vergleiche mit Größen wie Amy Winehouse und Lauryn Hill, was den hohen Stellenwert ihres künstlerischen Schaffens unterstreicht. 2023 veröffentlichte Parks ihr zweites Album „My Soft Machine“ und begleitete Harry Styles auf Tourneen in England und den USA.

Das neue Album: „Ambiguous Desire“

Mit „Ambiguous Desire“ legt Arlo Parks nun ihr aktuelles Werk vor. Das Album ist geprägt von Indie-Soul, eingebettet in House-Rhythmen, wobei Synthesizer und Samples prominent eingesetzt werden. Ihr sanfter, schokoladenfarbiger Altogesang bleibt dabei eher gleichförmig, was dem Album trotz hoher musikalischer Qualität etwas an Variantenreichtum fehlen lässt. Die zwölf Songs wirken dadurch in ihrer Dynamik ähnlich, was bei mir eine gewisse Gleichgültigkeit hervorruft – auf der Club-Tanzfläche entfaltet die Musik jedoch eine starke Wirkung.

Besondere Momente und Ausblick

Eine Ausnahme bildet der Song „South Seconds“, der als langsame Pop-Ballade mit Gitarre, Bass und Piano besonders heraussticht und sich deutlich von den übrigen Titeln abhebt. Trotz kleiner Kritikpunkte gebe ich Arlo Parks weiterhin eine Chance und erwarte für das nächste Album eine Steigerung – vielleicht gelingt ihr dann ein noch überzeugenderes Gesamtwerk.


7-8 Punkte (von 12)

Klang:
7 Punkte (von 12)

 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

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