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update:
11.06.2026
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Index chronologisch
Index A-Z |
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2026
3. Quartal |
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BRUCE SOORD
Ghosts In The Park
Vinyl, CD, Digital
Vinyl: KSCOPE1314, CD: KSCOPE3063
(2026)
Länge: 43:39
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Tracks:
1. Conception
2. Pillars
3. Meet Me On The Downs
4. Kept Me Thinking
5. Day Of Wrath
6. Our Predicament
7. Stared Down
8. You Made A Promise
9. Ghosts In The Park
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| Musik-Art: Alternative-Rock |
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| Conny's Kritik: |
Bruce Soord legt hier kein Partyalbum vor. Sein sechstes Soloalbum steht ganz im Zeichen des Verlusts seiner Eltern – entsprechend klingen die Songs traurig, dramatisch und melancholisch. Über dem gesamten Album liegt eine bedrückte Stimmung. Als Multiinstrumentalist spielte er die meisten Parts selbst ein; lediglich sein „The Pineapple Thief“-Bandkollege Jon Sykes unterstützte ihn am Bass. Entsprechend reduziert fällt die Instrumentierung aus: Akustikgitarre, E-Gitarre, Bass und Schlagzeug. Nur in „Day Of Worth“ und im überlangen Titelsong „Ghosts In The Park“ sind dezente Keyboard-Klänge zu hören.
Stilistisch lassen sich alle Songs dem Alternative Rock mit Folk-Einschlag zuordnen, wobei „Kept Me Thinking“ und „Day Of Worth“ zu den Höhepunkten zählen. Das sehr dramatische Finale „Ghosts In The Park“ fällt allerdings etwas zu lang und monoton aus. Mehrere Tempowechsel und Pausen lassen den Song stellenweise sogar etwas einschläfernd wirken.
Unterm Strich ist „Ghosts In The Park“ ein sehr persönliches Album von Bruce Soord. Es gerät stellenweise vielleicht etwas zu melancholisch und dramatisch, doch gerade diese monotone Traurigkeit macht die zugrunde liegenden Gefühle nachvollziehbar.
Bewertung:
8-9 Punkte (von 12)
Klang:
10 Punkte (von 12)
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HELMUT LACHENMANN
Harmonica für Tuba und Orchester
Klangschatten - mein Saitenspiel
SYPHONIEORCHESTER DES BAYERISCHEN RUNDFUNKS
SIR SIMON RATTLE - MATTHIAS HERMANN
CD, Digital
CD: BR-KLASSIK 900651
(2026)
Länge: 57:52
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Tracks:
1 - 7: Harmonica für Tuba und Orchester
8 - 11: Klangschatten - mein Saitenspiel
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| Musik-Art: Neue Musik, Orchesterwerk |
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| Conny's Kritik: |
Zwei eindrucksvolle Werke von Helmut Lachenmann bekräftigen seinen Ruf als konsequenter Erneuerer der Neuen Musik: „Harmonica“, komponiert 1981 bis 1983, und „Klangschatten – Mein Saitenspiel“ aus dem Jahr 1972.
In „Harmonica“ spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Sir Simon Rattle; die Tuba von Stefan Tischler setzt dabei abstrakte melodische Impulse gegen das Orchester. Es entsteht ein eigenwilliges Klanggebilde aus Unruhe und Stille, aus Hauchlauten, Atemgeräuschen, Hecheln und Sprachfragmenten, getragen von Orchester, Bläsern, Schlagwerk, Klavier und Glockenspiel im Spannungsfeld mit der Tuba.
In „Klangschatten – Mein Saitenspiel“ erzeugen die Violinen meist eher perkussive Klänge, begleitet von Klaviereinwürfen, kurzen Orchesterstakkati und zahlreichen Ruhephasen. Hier dirigiert Matthias Hermann.
Diese Live-Aufnahmen aus dem Jahr 2025 überzeugen durch ihre interpretatorische Präzision, dürften jedoch Hörer traditioneller Klassik weniger ansprechen. Wer in der Klassik gezielt nach Neuem sucht, wird hier viel entdecken.
Bewertung:
9 Punkte (von 12)
Klang:
10 Punkte (von 12)
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LARS DANIELLSON LIBERETTO
Echomyr
Vinyl, CD, Digital
Vinyl: ACTLP 8041-1, CD: ACT 8041-2
(2026)
Länge: 42:33
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Tracks:
1. Pre
2. Allan
3. Supreme
4. Glòr
5. Sensitiva
6. Ascending
7. Himlen Över Dig
8. Echomyr
9. Presto
10. Something She Said
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| Musik-Art: Folk-Jazz |
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| Conny's Kritik: |
Lars Daniellson, 1958 in Göteborg geboren, ist ein schwedischer Jazzbassist. Mit seinem neuen Album gelingt ihm eine Symbiose aus Jazz und Folk, die nie steif oder altbacken wirkt, sondern rhythmisch und zugleich bemerkenswert harmonisch klingt.
Gemeinsam mit Magnus Öström (Drums, Percussion), John Parricelli (Gitarre) und Gregory Privat (Piano) gestaltet er zehn Instrumentalstücke, die durch Intensität und Melancholie überzeugen. Daniellson spielt dabei nicht nur Akustikbass, sondern setzt immer wieder auch das Cello ein. In dem Midtempo-Stück „Ascending“ greift er zusätzlich zur E-Gitarre, in der Ballade „Something She Said“ außerdem zu Piano und Laute. Sein virtuoses Bassspiel bildet das rhythmische Fundament, während Öström mit feinfühligem Schlagzeug und Percussion Akzente setzt. Auch Gregory Privat am Piano und John Parricelli an akustischer wie elektrischer Gitarre überzeugen mit großer Klasse. Ergänzt wird das Quartett durch Carolina Grinne (Englischhorn) in „Echomyr“, Magnus Lindgren (Flöten) in „Ascending“ sowie Arve Henriksen (Trompete) in „Supreme“ und „Himlen Över Dig“.
Lars Daniellson schafft es, hochklassigen nordischen Jazz mit melancholischer Folkmusik zu verbinden. Das man dieses Experiment nur mit großer interpretatorischer Feinfühligkeit erreicht, versteht sich von selbst. Er hat diese Gabe, und das verdient Hochachtung.
Bewertung:
10 Punkte (von 12)
Klang:
10 Punkte (von 12)
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PAUL McCARTNEY
The Boys Of Dungeon Lane
Vinyl, CD, Digital
Vinyl: Capitol Records/MPL 00199957488549, CD: Capitol Records/MPL 0019995728600
(2026)
Länge: 47:07
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Tracks:
1. As You Lie There
2. Lost Horizon
3. Days We Left Behind
4. Ripples In A Pond
5. Mountain Top
6. Down South
7. We Two
8. Come Inside
9. Never Know
10. Home To Us
11. Life Can Be Hard
12. First Star Of The Night
13. Salesman Saint
14. Mamma Gets High
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Musik-Art: Sentimentaler Pop-Rock
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| Conny's Kritik: |
Paul McCartneys 20. Studioalbum ist stark von Kindheitserinnerungen an seine Heimat geprägt. Der 83-Jährige wirkt dabei, als wolle er sich noch einmal mit Nachdruck zurückmelden, verliert sich jedoch vor allem in Nostalgie. Von seiner früheren Stärke als Songwriter ist nur wenig geblieben – allenfalls in „Salesman Saint“, einer eigenwilligen Mischung aus Pop-Rock, Folk und Jazz, sowie in „As You Lie There“, einem Midtempo-Rocksong mit Alternative-Rock-Anklängen. Die übrigen Stücke bleiben meist blasse, wehmütige Popsongs ohne besonderen Nachhall. Auch die prominente Unterstützung von Ringo Starr und Chrissie Hynde in „Home To U s“ ändert daran nichts – das Ergebnis bleibt unerquicklich.
Auch Pauls multiinstrumentaler Ansatz und seine zittrige, brüchige Stimme verleihen dem Album keine größere Ausdruckskraft. Produzent Andrew Watt, der bereits mit Acts wie The Rolling Stones und Lady Gaga gearbeitet hat, bleibt auffallend zurückhaltend. Gerade von ihm hätte man sich mehr Frische und Lebendigkeit gewünscht.
Trotz gegenteiliger Einschätzungen mancher Musikkritiker lässt sich „The Boys Of Dungeon Lane“ nicht als eines seiner stärksten Alben bezeichnen – eher als eines seiner schwächsten.
Bewertung:
6-8 Punkte (von 12)
Klang:
7 Punkte (von 12)
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